Und wieder geht eine weitere (saubere) Tour de France zu Ende. Alberto Contador (SPA) holt sich seinen zweiten Toursieg nach 2007. Den zweiten Platz konnte sich Andy Schleck (LUX) vor Lance Armstrong (USA) sichern. Das grüne Trikot geht an Thor Hushovd (NOR), das Bergtrikot an Franco Pelizotti (ITA). Besonders erwähnenswert an dieser Tour ist die fantastische Leistung des Astana Teams. Gleich drei Fahrer konnten sich ....
Besonders erwähnenswert an dieser Tour ist die fantastische Leistung des Astana Teams. Gleich drei Fahrer konnten sich unter den ersten sechs platzieren. Herausragend ist vor allem die Leistung von Alberto Contador (26). Der Spanier konnte sowohl in den Bergen als auch im Zeitfahren seine Konkurrenten nach belieben dominieren. Grandios war z.B. sein entscheidender Antritt in Verbie. Der Tour Sieger legte die 1900 Höhenmeter in nur einer Stunde zurück. Damit erreichte der Spanier laut spiegel.de einen VO2max-Wert von ca. 98,4 ml O2/min. Ein Rekord! Nich einmal anerkannte Radsportgrößen wie Marco Pantani, Danilo Di Luca oder Michael Rasmussen können hier mithalten. Nebenbei konnte der Spanier sogar noch das Einzelzeitfahren in Annecy für sich entscheiden, indem er Weltmeister Fabian Cancellara auf Platz zwei verdrängte. Ein Resultat seines vielen Trainings.
Bisher wurde während dieser Tour noch kein Fahrer des Dopings überführt. Viele Indizien gegen die Favoriten gibt es ja schließlich auch nicht:
Alberto Contador: Der Sieger der diesjährigen Tour soll unter dem Kürzel "A.C." Kunde des spanischen Blut-Dopers Dr. Fuentes gewesen sein. Beweise gibt es hierfür jedoch nicht. Sein unmenschlicher V02max-Wert („Meines Wissens wurde der noch von keinem Menschen erreicht“, schreibt Ex-Rad-Profi Greg LeMond in „Le Monde“.) ist einfach nur ein Resultat seines vielen gezielten Trainings. Genau wie sein plotzlicher Durchbruch im Zeitfahren.
Lance Armstrong: Bei ihm wurden in sechs seiner nachträglich von der Tour 1999 getesteten eingefrorenen Blutproben das Mittel Epo gefunden. Der Radsport-Weltverband (UCI) hatte die Vorwürfe damals aber als haltlos zurückgewiesen. Die Urinprobe erfolgte schließlich im Zuge einer Testreihe im Labor von Dr. de Ceaurriz und war kein offizieller Dopingtest. Außerdem war die erforderliche Gegenanalyse ("B-Probe") nach einer so langen Zeit nicht mehr möglich. Lance Armstrong reagierte schließlich auch und sagte glaubwürdig, dass er nie leistungssteigernde Medikamente genommen habe.
Frank Schleck: Der Bruder des Tour-Zweiten, Andy Schleck, soll im März 2006 6.991 Euro auf ein Fuentes-Konto überwiesen haben. Schleck hatte hierfür allerdings eine stichhaltige Erklärung parat: „Für Trainingspläne.“
Andreas Klöden: Der Kreuzlinger wird beschuldigt, in der Uni-Klinik Freiburg bei den ehemaligen Telekom- und T-Mobile-Ärzten Blutdoping betrieben zu haben. Patrik Sinkewitz behauptet, dass Klöden und Matthias Kessler dabei gewesen seien, als sich Sinkewitz bei der Tour de France 2006 von Straßburg aus zum Blutdoping ins Uni-Klinikum Freiburg begab. Jedoch hatte auch Klöden gegen diese Anschuldigungen eine entlastende Erklärung vorzuweisen: BamS gegenüber hat er immer beteuert: „Ich war nicht in Freiburg.“
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Trotz der recht glaubwürdigen Erklärungen der Athleten und obwohl während der diesjährigen Tour, trotz sehr zahlreicher Tests, keine Doping-Verstöße festgestellt werden konnten, nehmen die Anschuldigungen jedoch kein Ende. Nun sollen laut kicker.de auch noch (verbotene) Medikamente in den Mülleimern verschiedener Teams gefunden worden sein! Unter anderem wurden Hematide, ein Epo-Produkt der dritten Generation gefunden. Außerdem vermutet AFLD-Chef Pierre Bordry das Produkt Aicar, das die Kraftwerte steigert und Fett verbrennt. Im Herbst können diese Stoffe eventuell schon im Blut der Fahrer nachgewiesen werden.
Die Fahrer und Teams beteuerten während der Tour jedoch, keine leistungsförderden Stoffe zu konsumieren. Man sollte also erstmal davon ausgehen, dass die Medikamente von unbekannten Dritten in die Mülleimer platziert wurden, um das Image der Teams zu schädigen :)
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Quellen:Â Spiegel, Kicker, Bild, Radsport-News, Wikipedia, Frankfurter Rundschau
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Aktualisiert (Dienstag, den 28. Juli 2009 um 03:31 Uhr)
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